Beim Regionaltreffen zum ökologischen Landbau in Schwaben am 15. September 2026 war das OekoNet eingeladen, seine Ergebnisse aus der Praxisforschung vorzustellen. Teilgenommen haben Mitarbeitende der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Schwaben, Verbandsberaterinnen und -berater sowie ÖMR-Managerinnen und -Manager.
Im Mittelpunkt des OekoNet-Beitrags standen die ökonomischen Auswertungen der teilnehmenden Betriebe. Gerlinde Toews-Mayr stellte die Ergebnisse vor und ordnete sie ein. Ein Betriebsleiter aus dem OekoNet ergänzte die Auswertungen um seine Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis. Beide Perspektiven – die Auswertung der erhobenen Daten und die Einordnung aus dem Betriebsalltag – machten deutlich, welchen Mehrwert das OekoNet für den Wissenstransfer bieten kann.
Für den teilnehmenden Betriebsleiter ist der im OekoNet aufgebaute Datenpool besonders wertvoll – sowohl für die Betriebe selbst als auch für politische und beraterische Entscheidungen. Die ökonomischen Auswertungen sind Erkenntnisse, die ihm „im Gedächtnis bleiben werden“. Damit verbunden sei für ihn die entscheidende Frage: „Was wird jeder deswegen verändern?“ Denn die Ergebnisse sollen nicht bei der Darstellung von Zahlen stehen bleiben, sondern Anstoß für konkrete Überlegungen und Veränderungen geben. Der Betriebsleiter sieht den Austausch im OekoNet selbst als besonderen Gewinn: Die offene Diskussion der Ergebnisse und der kollegiale Austausch seien für ihn besonders wertvoll. Den zeitlichen Aufwand für die Mitarbeit habe er anfangs etwas unterschätzt – „aber es lohnt sich.“
Ein wichtiger Teil des Regionaltreffens war außerdem die Betriebsbesichtigung. Am Bioland-Betrieb des OekoNet-Betriebsleiters konnten die Teilnehmenden den ökologischen Ackerbau und die betriebliche Praxis unmittelbar kennenlernen. Daneben standen aktuelle Projekte und Tätigkeiten sowie Erwartungen und Schwerpunkte der Verbände, ÖMR und AELF auf der Tagesordnung.
Die Berater aus Ämtern und Ökoverbänden stellten interessierte Fragen und betonten, dass ökonomische Ergebnisse immer sehr wertvoll in ihrer täglichen Arbeit seien, um damit auch anderen Betrieben Hilfestellungen geben zu können.
Die Veranstaltung in Schwaben bildet den Auftakt für den weiteren Wissenstransfer: Gerlinde Toews-Mayr wird die Ergebnisse des OekoNet bei den Regionaltreffen der weiteren Regierungsbezirke vorstellen. Wo möglich, wird sie dabei von einer Praktikerin oder einem Praktiker aus dem OekoNet begleitet. So treffen auch bei diesen Veranstaltungen wissenschaftliche Auswertungen und Erfahrungen aus den Betrieben unmittelbar aufeinander und stellen einen erfolgreichen Wissenstransfer in die Beratung dar.