OekoNet Karte der Betriebe in Bayern

Zum OekoNet zählen 16 ausgewählte fortschrittliche, forschungsinteressierte Biobetriebe aus ganz Bayern. Sie gehen gemeinsam mit Forschung und Beratung voran – um auch anderen landwirtschaftlichen Öko-Betrieben wissenschaftlich fundierte, praxistaugliche Lösungen für eine ökologische und ökonomische strategische Entwicklung zu eröffnen. Offen für Neues. Bereit für die Zukunft.

Die 16 OekoNet-Betriebe sind Mitglieder in den Bioverbänden Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter. Ihre Betriebsschwerpunkte liegen auf Ackerbau oder Milchkuhhaltung. Das entspricht den wichtigsten Betriebsschwerpunkten der bayerischen Öko-Landwirtschaft. Deren vielfältiges Spektrum bildet OekoNet ab, z.B. mit unterschiedlichen Betriebsausrichtungen und Anbaukulturen. Bei Projektverlängerung soll die Zahl der Betriebe auf 30 steigen.

Ackerbau-Betriebe im OekoNet (gelb)

  • Fläche & Bewirtschaftung: 100 – 270 Hektar Ackerfläche, wenige Hektar extensives Grünland
  • Viehhaltung: 5 Betriebe viehlos, je 1-mal Legehennen, Mutterkühe, Mastfärsen
  • Anbaukulturen: Charakteristisch für die OekoNet-Ackerbaubetriebe ist der Anbau von vielen verschiedenen Kulturen. Neben den klassischen Feldfrüchten wie Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und Feldgemüse werden auch ausgefallenere Kulturen wie Hirse, Mohn, Süßlupinen, Kürbis, Kichererbsen und Hanf angebaut oder als Experiment im eigenen Betrieb ausprobiert.
  • Erträge: Die Erträge fallen sehr unterschiedlich aus. Hier zeigen sich auch die unterschiedlichen Betriebsstrategien. So gibt es z.B. Betriebe, die auf Vertragsnaturschutzprogramme setzen und deshalb deutlich geringere Erträge als andere vergleichbare Bio-Betriebe erzielen.

Milchvieh-Betriebe im OekoNet (orange)

  • Fläche & Bewirtschaftung: 46 – 146 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, 6 Gemischtstandorte mit Ackerfutterbau, 2 ausschließlich Grünland
  • Viehhaltung: unterschiedliche Herdengröße von 42 – 115 Milchkühen
  • Milchleistung: 6.400 – 8.100 kg/Jahr

Gut vernetzt für starke Strategien: Die OekoNet-Betriebe erfahren kontinuierliche betriebswirtschaftliche Analyse und Unterstützung in ihrer Entwicklung. Ökonomische Auswertungen wie Buchführungs- und Betriebszweiganalysen werden individuell besprochen und gemeinsam in Fachgruppentreffen behandelt. Offene Diskussion, kollegialer Austausch und die vereinte Bearbeitung der Ergebnisse ermöglichen neue Ansätze und Strategien für die Betriebe. >>> Mehr zu Betriebsentwicklung und Ökonomie im OekoNet

Zentral für die Auswahl und Teilnahme sind das Interesse der Landwirtinnen und Landwirte an Forschung und Entwicklung sowie ihre Offenheit, Zuverlässigkeit und Kommunikationsbereitschaft. Ihre aktive Mitarbeit bei der Forschungs- und Betriebsentwicklung und die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung ist essentiell für das Gelingen des Öko-Praxis-Forschungsnetzes Bayern. Das funktioniert nur mit regelmäßiger Teilnahme an den Fachgruppentreffen (mindestens 4 Mal pro Jahr). Wer Teil von OekoNet sein will, muss bereit sein, Zeit zu investieren und Forschungsmöglichkeiten im Betrieb zu schaffen, Betriebsdaten und Buchführung (BMEL-Format) für die ökonomische und ökologische Forschung zur Verfügung zu stellen und sich am Wissensaustausch innerhalb des Netzwerks zu beteiligen. Verbandszugehörigkeit muss sein. Ein bestimmtes ökonomisches Leistungsniveau ist dagegen kein Auswahlkriterium.

Interesse? Fragen? Forschungsvorhaben? Kontakt